Investitionen in Hotellerie und Gastronomie

Einerseits sind Hotellerie und Gastronomie investitionsstabile Branchen, andererseits werden auch hier die Investitionszyklen kürzer. Gastansprüche steigen, Personalmangel erfordert Konsolidierung, steigende Kosten machen Fokussierung notwendig.

 

Gastanspruch, Technik, Energie, Personal sind die größten Positionen, die aktuell Investitionen erforderlich machen.

 

Welche Investitionen sind nachhaltig? Wann rechnet sich eine Investition? Was ist notwendig? Was ist "nice to have"? Leigen verschiedene Angebote vor? Lohnt es sich ggf., die Investition zu verschieben?

 

Im Vordergrund steht oft die Frage der Finanzierung. Auch hier stellen sich viele Fragen, z.B.

 

  • Welche Finanzierungsform kommt überhaupt in Frage?
  • Welche Laufzeit ist angemessen?
  • Wieviel Eigenkapital ist erforderlich?
  • Welchen Zeitrahmen muss ich einplanen - investitions- und finanzierungsseitig?

Meist erwartet Ihre Bank ein Konzept, die all Ihre Fragen im Voraus beantwortet. Bedenken Sie bitte immer, dass erst ein unterschriebener Kreditvertrag eine verbindliche Zusage ist. Alles andere ist Theorie.

 

 

Gute Schulden, schlechte Schulden

Um das Thema Schulden ranken sich viele Mythen. Die einen behaupten "Du darfst niemals Schulden machen", die anderen fragen den Teufel danach.

 

Die Wahrheit liegt dabei, wie so oft in der Mitte. Grundsätzlich lassen sich Schulden in zwei Kategorien einteilen.

 

GUTE SCHULDEN

 

... sind Schulden, die Investitionen finanzieren. Das heißt, man nimmt fremdes Geld, investiert, zahlt aus dem Ertrag der Investition die Finanzierung zurück und hat nach Ablösung der Finanzierung den Ertrag weiterhin. Eine Win-Win-Situation für Geldgeber und Investor.

 

SCHLECHTE SCHULDEN

 

... sind Schulden, die Konsum finanzieren. Konsum bringt keine Rendite bzw. keinen Ertrag. Die Finanzierung wird aus dem zukünftigen Einkommen zurückbezahlt und verkürzt damit die Möglichkeiten in der Zukunft. Diese Art Schulden sollte man tatsächlich vermeiden.

 

Manchmal sind die Grenzen fließend. Was für den einen Investition ist, ist für den anderen Konsum. Meist lassen sich die Punkte aber eindeutig abgrenzen. Ein einfaches Beispiel hierzu: Ein Pool in einem Hotel ist in der Regel eine Investition, da er höhere Durchschnittsraten ermöglicht und oft mehr Gäste anzieht. Ein Pool im Privatgarten ist Konsum bzw. Luxus. Was nicht heißt, dass man dies nicht machen sollte. Man muss die Entscheidung nur bewusst treffen.

Fördermittel

 

Sie haben mal gehört, es gäbe Fördermittel?! Sie wissen aber nicht wo und wie?
 

Fördermittel sind ein zweischneidiges Schwert. Zum einen verlockend, weil es sich um geschenktes Geld handelt, zum anderen ver..., weil höchst bürokratisch in das Wirtschaftsgeschehen eingegriffen wird.

 

Ja, in Thüringen gibt es noch Fördermittel für neue Hotelprojekte bzw. inzwischen auch die Übernahme von Bestandsbetrieben !

 

Hierbei sind Förderungen bis 30% der Investitionskosten möglich.

 

30% geschenktes Geld für Ihren Hotelneubau oder die Übernahme?! Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist es auch. Das Problem: Mit den Fördermitteln sind Auflagen verbunden, die Sie oft in ein recht enges Korsett zwingen. Ihr Konzept muss zum Land passen, sollte am liebsten 4* Sterne haben und Sie müssen Ihren Mitarbeitern mindestens 26 TEUR Bruttolohn bezahlen ohne Arbeitgeberanteil. Und das ist nur ein kleiner Auszug. Sie müssen außerdem vorher bestätigt haben, dass eine Bank Ihr Vorhaben durchfinanziert, wissen aber gar nicht, ob und wie viele Fördermittel Sie bekommen. Wenn Sie Glück hatten - und was anderes ist es nicht - geht die Bürokratie erst richtig los. Abrufe, Prüfungen, Nachfragen, Originalbelege, drei Angebote etc. sind nur ein paar Schlagworte von dem, was auf sie zukommt.

 

Wieso braucht man Glück? Über Ihren Antrag entscheidet ein Symposium im öffentlichen Dienst. Deren Job liegt eine ellenlange und hochbürokratische Richtlinie aus Brüssel zugrunde. Sie verstehen, warum man Glück braucht? Manche Konzepte, die hervorragend in die Thüringer Tourismuslinie gepasst hätten und die Unterstützung gebraucht hätten, wurden abgelehnt, andere sind politisch gewollt und da fließen die Millionen an die, die sie eigentlich nicht gebraucht hätten.

 

Für wen eignen sich nun die Fördermittel? Für die, die Zeit haben und Ihr Konzept ohne großen Aufwand an die Erfordernisse anpassen können. Wer sich jedoch in Zwänge begeben muss und von seiner eigentlich Idee und Vision signifikant abweichen muss, der sollte lieber verzichten.

Es gibt in Thüringen auch noch Fördermittel für Existenzgründer! Aber natürlich gibt es auch dabei einiges zu beachten.

Es gibt zudem Programme mit Fördermitteln für Gastronomiebetriebe und Pensionen, vor allem im Zusammenhang mit der Unternehmensnachfolge oder der energetischen Sanierung. Das Programm ist nicht ganz so bürokratisch und aufwendig wie das Große.

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, ob es Sinn macht, die bestehenden Förderprogramme zu nutzen und in die Finanzierung für Ihr Hotel oder ihre Gaststätte einzubauen. Wir wägen Kosten, Nutzen und Zeitaufwand ab und klären, ob sich das scheinbar geschenkte Geld wirklich für Sie lohnt.

Lassen Sie sich nicht blenden von der Verlockung des geschenkten Geldes. Rufen Sie mich am besten gleich heute noch an unter 0151 20719040 und vereinbaren einen Termin für Ihre kostenfreie Erstberatung!
 

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© Finanzmanagement Yvonne Schrader